Diese 6 Trends definieren die Zutrittskontrolle 2026

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Trends der Zutrittskontrolle

Die Zutrittskontrollbranche hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Und mit Blick auf 2026 wird klar: Diese Entwicklung setzt sich weiter fort. Neue Herausforderungen und Chancen treiben die Verbindung von Technologie, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit voran.

Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf die zentralen Trends, die die Zutrittskontrolle im Jahr 2026 definieren.

1. Cloud-native Zutrittskontrolle wird zum operativen Rückgrat

Cloud-basierte Zutrittskontrollsysteme haben sich in den letzten Jahren etabliert. Was früher ein „Nice-to-have“ war, ist heute nicht mehr verhandelbar.

Organisationen mit verteilten Teams, hybriden Arbeitsmodellen und mehreren Standorten benötigen Systeme, die remote verwaltet werden können. Administratoren können Zugänge jederzeit vergeben oder entziehen. Automatische Updates machen Server-Patches oder geplante Ausfallzeiten überflüssig.

Neue Standorte wie Büros, Coworking Spaces oder Lagerhallen lassen sich dank skalierbarer Multi-Site-Setups sofort anbinden. Cloud-Infrastrukturen beseitigen die Reibung klassischer Legacy-Systeme und ermöglichen Echtzeit-Reaktionen, auf die moderne Sicherheitsteams angewiesen sind.

2. KI und Machine Learning automatisieren Zutrittskontrolle wie nie zuvor

Mit dem technologischen Fortschritt im Bereich Sicherheit eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Automatisierung. Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) spielen dabei eine zentrale Rolle.

Diese Technologien ermöglichen predictive Analytics, anomalie-Erkennung und erhaltensbasierte Authentifizierung.

KI-gestützte Automatisierung optimiert nicht nur Prozesse, sondern liefert auch Echtzeit-Einblicke und schnellere Reaktionen auf potenzielle Sicherheitsvorfälle.

2026 verlagert sich die physische Sicherheit zunehmend von einem reaktiven zu einem proaktiven Ansatz. Viele Sicherheitsteams können Echtzeit-Monitoring kaum vollständig abdecken. Schätzungen zufolge werden rund 97 % aller Zugriffsanomalien – etwa doppelte Anmeldungen, Kartenmissbrauch oder Zutritte außerhalb definierter Zeiten – erst nach einem Vorfall erkannt.

KI-gestützte physische Sicherheit verändert dieses Bild grundlegend, indem ungewöhnliche Muster während ihres Auftretens erkannt werden.

Die Zukunft der Zutrittskontrolle ist klar: cloud-native, mobilzentriert und eng mit digitalen Identitäten verknüpft.

 

3. Standardisierung bringt die Branche näher zusammen

Mit zunehmender Komplexität von Sicherheitsökosystemen wächst der Bedarf an Interoperabilität und Standardisierung.

Historisch arbeiteten viele Zutrittskontrollanbieter mit proprietären Lösungen, was Integrationen erschwerte. Heute rücken offene Standards stärker in den Fokus. Die OSS Association treibt standardisierte Protokolle aktiv voran.

Der OSS Standard Offline legte die Grundlage. Der OSS Mobile Access Standard wurde erstmals 2022 vorgestellt und markierte einen wichtigen Meilenstein. Diese Standards reduzieren Schwachstellen, verbessern die Skalierbarkeit und vereinfachen Implementierungen.

Laut dem State of Physical Access Trend Report wird der Smart-Building-Markt von 96,96 Mrd. USD (2023) auf über 408 Mrd. USD bis 2030 wachsen. Offene Standards sind ein zentraler Treiber für stärker konvergierte Sicherheitslösungen, bei denen Zutrittsdaten nicht nur entscheiden, wer ein Gebäude betreten darf, sondern auch wie effizient es genutzt wird.

Gerade mit dem Anstieg hybrider Arbeitsmodelle gewinnt die Nutzung von Belegungsdaten an Bedeutung, um Geschäftsstrategien zu optimieren und Kosten zu senken.

4. Mobile Credentials sind etabliert: Das Smartphone wird zum Schlüssel

Das Smartphone ist heute der Standard-Zutrittsausweis. Mit NFC und Bluetooth lassen sich Türen so einfach öffnen wie beim kontaktlosen Bezahlen.

Kontaktloser Zutritt hat sich in öffentlichen und gewerblichen Umgebungen stark etabliert. Mobile Apps, wie die Tapkey App, ermöglichen einen sicheren Zugang über persönliche Geräte. Laut IHS Markit sind mobile Credentials das am schnellsten wachsende Produktsegment im Bereich Zutrittskontrolle.

Physische Karten und Schlüsselanhänger werden weiterhin genutzt, doch Organisationen wechseln zunehmend zu mobilen Lösungen. Ein wesentlicher Treiber ist das operative Risiko: Studien zeigen, dass ein erheblicher Anteil von Mitarbeitenden physische Zutrittsmedien mindestens einmal verliert.

Mobile Credentials ermöglichen: sofortige Sperrung, remote-Lifecycle-Management und stärkere Bindung an eine persönliche Identität.

Zusätzlich reduzieren sie Plastikmüll und senken den administrativen Aufwand. Statistiken zeigen, dass rund 20 % aller Zutrittskarten jährlich verloren gehen oder gestohlen werden – oft unbemerkt über Wochen hinweg.

Obwohl Zugangskarten immer noch relevant sind, geht der Trend klar hin zum Entsperren mittels Handy. Denn Smartphones sind nicht mehr nur zum Telefonieren da – sie spielen eine große Rolle im Alltag, so auch beim Zugang. Mit Mobile Credentials können sich Nutzer leicht identifizieren und Zutritt erhalten. Das ist flexibler, schützt die Privatsphäre und spart sogar Kosten für die Verwaltung von Zugangsberechtigungen.

Mobile Zutrittslösungen sind damit nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer und nachhaltiger.

5. Wearables und eingebetteter Zutritt verändern das Öffnen von Türen

Die mobile Zutrittskontrolle entwickelt sich weiter – durch die Integration von Wearable-Technologie.

Wearables sind tragbare Smart Devices wie Uhren, Armbänder, Ringe oder Pins, die über Bluetooth oder NFC funktionieren. Sie ermöglichen es, Türen hands-free zu öffnen, ohne ein Smartphone in die Hand zu nehmen.

Gerade in Bereichen wie Logistik, Gesundheitswesen oder Produktion bieten Wearables eine schnelle und sichere Authentifizierung. Die Integration von Zutritt in Alltagsgegenstände eröffnet neue, praxisnahe Anwendungsszenarien.

6. Zutrittskontrolle wird zur unsichtbaren Funktion

Zutrittskontrolle wird zunehmend Teil größerer digitaler Ökosysteme und tritt für Nutzer fast vollständig in den Hintergrund.

Statt separate Zutritts-Apps zu nutzen, interagieren Menschen über Coworking-Plattformen, Property-Management-Systeme, Mobilitäts- oder Logistik-Apps. Der Zugang fühlt sich kontextuell und selbstverständlich an, während Betreiber von weniger Systemen und effizienteren Abläufen profitieren.

Access Control as a Feature gewinnt weiter an Bedeutung. Die Integration in Systeme wie Visitor-Management- oder Tenant-Experience-Plattformen steigert den Mehrwert für Endnutzer.

Unternehmen wie SKEPP, Geneva Ski Storage oder Locaboo integrieren Tapkey bereits direkt in ihre Plattformen, um Zutritte zu automatisieren und Prozesse zu optimieren.

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